Wien, typografisch gesehen

von in Auf Reisen Fotografie

Dass ich Wien in mein Herz geschlossen habe, erwähnte ich ja bereits. Es gibt viele Gründe, diese Stadt zu mögen. Einer davon ist das allgegenwärtige Gespür für Design. So fühlte es sich zumindest bei meinem Spaziergang durch die Stadt an. Vor allem die Typografie der Ladenschilder wird designaffine Menschen begeistern. Denn selbst der unscheinbarste Bäcker in der kleinsten Gasse hat sich Mühe bei der Wahl seines Schildes gegeben. Hier in Hamburg schafft man es oft nicht mal, eine einfache Grotesk richtig zu setzen.

Dabei ist es kein Zufall, dass Schriften das Stadtbild prägen. Der Verein „Stadtschrift“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, alte Schriften an Fassaden zu bewahren und Wien so zu einem öffentlichen Schriftmuseum zu machen. Das scheint sich auch auf jüngere Geschäfte zu übertragen, denen offensichtlich viel daran liegt, sich typografisch in das Stadtbild einzugliedern. Ich musste schon lange suchen, um ein wirklich hässliches Schild zu finden.

Falls Ihr Euch also fragt, was man so in Wien machen kann: einfach mal rumlaufen und Fassaden angucken.