Vollgemopst #7

von in Vollgemopst

Ein Doppelgeburtstag, der beste türkische Snack und eine Crème Brûlée, die einem sogar mal im Gedächtnis bleibt. Außerdem in dieser Ausgabe: Endlich macht Grillen auch mir Spaß!

Hochgenüsse im Karoviertel

Unscheinbar im Souterrain einer Nebenstraße im Karoviertel versteckt sich das „Philipps“ – und liefert hier eine wirklich hervorragende Küche ab. Meine Herren, hier kommen Zutaten auf den Teller, da können sich einige Restaurants in gleicher Preislage eine Scheibe von abschneiden. Alle Gänge waren absolute Klasse (die Ceviche!). Das Sahnehäubchen war allerdings die Crème Brûlée. Eigentlich bestelle ich so etwas nur, wenn mich so gar kein anderes Dessert anspricht. Eine Crème Brûlée geht halt immer, wie Pommes irgendwie. Doch diese hier, sapperlot, da legst di nieder! Da kommens die Tränen, Buam!

Fazit: Gehen Sie ins „Philipps“. Es schmeckt wunderbar dort.

„Philipps“– Turnerstraße 9, 20357 Hamburg – www.philipps-restaurant.de

Ceviche vom Kabeljau

Gegrillte Calamari Patagonia

Rosa gebratene Rehkeule

Crème Brûlée

 

Feine Stullen mitten in Eppendorf

Direkt neben einem unserer liebsten Concept Stores der Stadt liegt das „Brüder Lund“, ein kleines skandinavisches Café Slash Weinbar. Ob zum Frühstück, mittags oder zum Abendbrot – hier gibt es lecker belegte Stullen, eine kleine Auswahl an nordischen Tapas und köstliche Weine. Lohnt sich immer wieder!

„Brüder Lund“ – Eppendorfer Weg 283, 20251 Hamburg – Facebook

 

Wir Grillen, nur in geil

Ich war noch nie ein großer Freund des Grillens. Nicht des Essens wegen. Es ist eher die Kultur, wie sie hierzulande betrieben wird, die in mir keine Endorphine ausschüttet, sobald der Sommer kommt. Denn meistens läuft es doch so ab: Jemand steht am Grill, grillt alles runter (bzw. über), während alle anderen essen. Vor allem im Park mit Papptellern und Nudelsalaten, die von der Gabel rutschen, macht es mir richtig viel Spaß …

Bei Elli und Micha läuft das anders – und wir kamen kürzlich in den Genuss eines feinen Grillabends bei ihnen auf der Dachterasse: Micha grillte einen Gang, dann wurde gemeinsam gegessen. Anschließend kam der nächste Gang. Dadurch entstand kein Gelage, wo sich jeder auf den gehäuften Fleischteller in der Mitte stürzt. Bei diesem Grillen stand das Produkt im Mittelpunkt. Wir genossen Scampi, Original Thüringer Würstchen (richtig gut!), butterzarte Rippchen und ein hammergeiles dry aged Beef. So geht Grillen nach meinem Geschmack.

 

Tantuni!

Wenn ich beruflich in St. Georg bin, freue ich mich schon darauf, mittags auf ein Tantuni auf den Steindamm zu gehen. Diese unscheinbare Rolle, oft fälschlich für ein Dürüm gehalten, ist der beste anatolische Snack, den man sich vorstellen kann. Innen versteckt sich zartes und perfekt gewürztes Kalbsfleisch mit Tomaten, Zwiebeln und Petersilie. Mehr nicht. Und man isst es so: Vor jedem Bissen einen Spritzer Zitrone daraufgeben, ein Stück von der eingelegten Chili abbeißen und dann ab ins Nirvana. Mein Leben vor Tantuni existiert quasi nicht mehr.

„Ankara Kebab – Tantuni Grillbude“ – Böckmannstraße 26 (Ecke Steindamm), 20099 Hamburg – www.ankara-kebab.de

Tantuni

 

Mit Geburtstagstraditionen bricht man nicht

An Nicoles Geburtstag gehen wir nach dem Geburtstagskuchenfrühstück gerne ins „Café Paris“ auf einen Cremant und ein Tartare à Cheval – für uns das beste Tatar der Stadt. Diese Tradition pflegen wir nun schon einige Jahre und sehen auch keinen Grund, sie jemals zu brechen. Es ist einfach schön, dort spontan einzukehren, am Tresen Platz zu nehmen und den Tag mit etwas Stil zu beginnen.

„Café Paris“ – Rathausstraße 4, 20095 Hamburg – www.cafeparis.net

Tartar im Cafe Paris

Tartare à Cheval, Café Paris

 

Ein Lieblingsraum zum Speisen

Ach, das „FuH“ … zwei Mal haben wir hier schon Silvester gefeiert und diverse andere Abende in dem gemütlichen Lokal in Ottensen verbracht. Das kleine Eckrestaurant ist ein Garant für fantastische regionale Küche, einen tollen Service und eine gute Zeit. Und gehört deshalb zu meinen Lieblingsplätzen in dieser Stadt. Dieses Mal waren wir gemeinsam mit Hanna hier, um auch ihren Geburtstag zu feiern, der zufällig auf den gleichen Tag fällt wie der von Nicole. Auch das „FuH“ nimmt am „Schlemmersommer“ teil und hat wie immer auch ein tolles vegetarisches Menü am Start.

„FuH – Ein Raum zum Speisen“ – Fischers Allee 42, 22763 Hamburg – www.restaurant-fuh.de

Gebratenes Pollackfilet auf süß-saurem Kartoffel-Kirschtomaten-Ragout

 

Alter, dieser Kaiserschmarrn!

Das müssen wir drei Jahre in Hoheluft wohnen, um herauszufinden, dass es im „Ufer“ den besten Kaiserschmarrn gibt, den wir bisher gegessen haben. Wahnsinn. 10/10. Nur etwas viele Rosinen für unseren Geschmack. Vorher gab es einen klassischen Flammkuchen und eine Wurstplatte mit einer feinen Rilette. Beides auch sehr gut. Netter Laden, nett gelegen. Perfekt für ein Abendbrot unter der Woche. Aber nehmt Bargeld mit. Cash only!

„Ufer Café Weinbar“ – Bismarckstraße 151, 20253 Hamburg – Facebook