Vollgemopst #6 – Amsterdam Edition

von in Vollgemopst

Amsterdam, eine tolle Stadt! Lässig mit dem Fahrrad durch die Straßen eiern, ein bisschen durch die Grachten schippern – man kann es sich schon sehr gut gehen lassen in der niederländischen Hauptstadt. Auch kulinarisch kamen wir bei unserem Besuch dort nicht zu kurz.

Eier, wir brauchen Eier!

Das „Dignita“ am Vondelpark war unsere erste Station in Amsterdam. Ein guter Kaffee, eine Kleinigkeit frühstücken – das war unser Plan. Eggs Benedict auf Kartoffelrösti mit Bacon und Buttermilk Pancakes mit karamellisierter Banane waren da genau unser Game. Nichts zu beanstanden, alles richtig gemacht. Und wer in dieser Stadt ein Co-Working Space sucht: die Laptop-Dichte ist hier definitiv erwähnenswert.

„Dignita Vondelpark“ – Koninginneweg 218, 1075 EL Amsterdam – eatwelldogood.nl

 

Almost the Worst service, but …

Man konnte nur alles falsch machen: Unsere Platzwahl gefiel ihm nicht; auch nicht, dass wir uns Kissen für die harten Stühle nahmen. Das Essen stellte er irgendwo auf den Tisch, nimmt sich jeder, ne? Dem Besitzer des „Wijncafé Worst“ schien heute eine dicke Laus in die Leberwurst gelaufen zu sein. Aber gut, wir sind wegen des Essens hier und das war die Radtour dorthin absolut wert. Nicole hatte die Brioche mit Rührei und Fenchelwurst, das war schon gut. Ich entschied mich für das Shakshuka, was auch definitiv die richtige Wahl war. Stephanies Eggs Benedict mit dem sauleckeren Schinken waren ebenfalls ein Gedicht. Und zum Ende hin taute sogar auch der Besitzer noch ein wenig auf. Habe ich da etwa ein Lächeln gesehen?

Hier kann man übrigens nicht nur sehr gut frühstücken. Nicole war auch schon abends hier und fand sehr gemütlich und lecker.

„Wijncafé Worst“ – Barentszstraat 171, 1013 LC Amsterdam – deworst.nl

 

Food Court, Amsterdam-Style

Sich mittags durch die Foodhallen in Amsterdam snacken? Eine ziemlich gute Idee. Am Wochenende ist es hier knackenvoll, unter der Woche scheint es sehr entspannt zu sein. So auch bei uns. Bevor wir uns aber entscheiden, was wir alles probieren wollen, gab es erst mal einen Schoppen von der BeerBar. Ist ja schließlich Urlaub. Und die Auswahl war einfach zu ansprechend. Was mir positiv auffiel: Neben Craft Beer gab es auch „normales“ Bier. Mischen, nicht ausgrenzen. Finde ich gut. Es muss ja nicht immer nur elitär zugehen.

Als Starter gab es dann drei kleine Dim Sum von „Dim Sum Thing“. Der Preis ist etwas steil, aber geschmacklich waren die kleinen Dampftaschen top. Die Mit Speck umhüllten Hackbällchen von „The Rough Kitchen“ sind auch eine Sünde Wert. Hier schmeckt man, dass nur bestes Fleisch verwertet wird. Wir hätten noch viel mehr ausprobieren können, alles klang fantastisch dort. Doch wer weiß, welche Snacks uns noch so im Laufe des Tages unter die Gabel kommen …

„Foodhallen Amsterdam“ – Hannie Dankbaarpassage 47, 1053 RT Amsterdam – dehallen-amsterdam.nl

 

Viel Lärm um Bisschen

Hm, also. Ja, der Hype um das „happyhappyjoyjoy“ ist da. Urbanes Asia-Streetfood in kuschelig-lauter Atmosphäre, das musste dann natürlich auch auf meine Liste. Reservieren wird absolut empfohlen, denn hier scheint es immer voll zu sein. Ich freute mich schon darauf, auch wenn es von Einheimischen kritische Stimmen gab ob der Überbewertung dieses Etablissements. Nun gut, selbst eine Meinung bilden.

Freitagabend, der Laden ist rammelvoll, wir bekommen unsere reservierte Ecke. Der ganze Laden ist laut und rot, die Wände voll mit Bildern. Das Essen, so erklärt man uns, kommt hier in zufälliger Reihenfolge. So wie es gerade zubereitet wird. Wir bestellen einmal querbeet die Karte rauf und runter und staunen etwas über die Preise, die schon stolz sind. Das Essen selbst ist okay, mehr aber leider auch nicht. Geschmacklich hat uns nichts vom Hocker gehauen, enttäuscht wurden wir allerdings auch nicht. Unser Fazit ist, dass man dort nicht unbedingt hingehen muss, aber wer ein „Erlebnis“ braucht, der ist dort gut aufgehoben.

Überigens: wer in den 90ern ein Nickelodeon-Kind war, wird bei „Happy Happy Joy Joy“ Erinnerungen wecken können …

„Happyhappyjoyjoy West“ – Bilderdijkstraat 158HS, 1053 LC Amsterdam – happyhappyjoyjoy.asia

 

Stress? Darf bitte draußen bleiben

Bevor am Sonntagabend unser Flug zurück nach Hamburg ging, hatten wir noch den Tag über Zeit, mit dem Fahrrad durch Jordaan zu radeln. Ein Viertel, das nicht nur wunderschön, sondern auch extrem angesagt ist. Hier gibt es viele nette Lokale und Cafés, viele Straßen hübsch hergerichtet. Hier passt das „Toki“ mit seinen Fair-Trade-Kaffees, leckeren Kuchen und totaler Abstinenz jeglicher Hektik wunderbar hin.

„Toki“ – Binnen Dommersstraat 15, 1013 HK Amsterdam – www.tokiho.amsterdam