Vollgemopst #5

von in Vollgemopst

Gleich zwei gute Burger, nordische Tapas in Eppendorf, roher Fisch im Glas, ein Schlemmer-Sommer-Menü vom Feinsten und ein knuspriger Milchshake zum Niederknien – hier kommt Vollgemopst, Teil 5!

 

Tapas für den Hanseaten

In unserer Nachbarschaft hat mit „Schluck & Happen“ ein Restaurant eröffnet, das „nordische Tapas“ anbietet: Von Fischbällchen in Pankomehl mit Wasabi Mayonnaise über Knusperblutwurst in Tempura-Teig mit Apfelsenf (richtig gut!) bis hin zu Labskaus wird hier ein Querschnitt der nordischen Küche angeboten. Alles mit etwas Fusion und Finesse. Hat richtig gut geschmeckt – und auch der Service war, entgegen nordischer Klischees, zuvorkommend und nett. Einen guten Mittagstisch haben sie übrigens auch!

„Schluck & Happen“ – Abendrothsweg 55, 20251 Hamburg – www.schluckundhappen.de

Nordische Tapas im „Schluck & Happen“

 

Cafe Nuestro

Im „Cafe Nuestro“ waren wir das erste Mal, um unser „Taste Twelve“-Buch einzuweihen. Damals hat es uns schon sehr gefallen. Der Service, die Produkte und die Kreationen sind einfach einen Besuch wert. Letzten Samstag waren wir mit Freunden dort und hatten erwartungsgemäß wieder einen tollen Abend. Im Rahmen des „Schlemmersommers“ gab es dieses Menü:

Gerösteter Pulpo mit Merguez, Oliven, Apfel und Kräutern / Linguine mit Sommertrüffeln und gebackenem Basilikum / Sous-vide gegartes Kalbsfilet mit Nuestro-Pfeffermix, Maiscreme, Erbsen und Jus / Geeistes Granny Smith Apfelsüppchen mit Petersilie und Limonen Sorbet oder Mediterrane Käseauswahl mit Chutney und Nussbrot

Dieses Menü gibt es noch bis zum 22. Juli, bevor dann bis zum 3. September das nächste angeboten wird. Hin da!

„Cafe Nuestro“ – Rutschbahn 17, 20146 Hamburg – www.cafenuestro.de

Gerösteter Pulpo mit Merguez, Oliven, Apfel und Kräutern im „Cafe Nuestro“

 

Das beste Buffet seit langem

Unser Freund und Mallorca-Segelkapitän Michael lädt jedes Jahr Freunde und Geschäftspartner zu einem Sommerfest ein. Dieses Jahr in kleinerer Runde und bei fantastischem Wetter in bzw. vor das entzückende Spajz in Barmbek. Es gab zwar kein Essen à la Carte, doch das Buffet ließ sehr wohl erahnen, was hier an regulären Tagen aufgetischt wird. Tolle und vor allem kreative Salate, eine fantastisch geräucherte Forelle, diese kleinen Pulled Pork Burger, von denen ich noch manchmal träume – hier kommen nur ausgewählte und überwiegend regionale Produkte auf den Teller. Zudem sind die Betreiberin Norà und ihr Team hervorragende Gastgeber.

„Spajz“ – Flotowstraße 22, 22083 Hamburg – spajz.de

Scharfer Reissalat und Bohnensalat im „Spajz“

 

Jellyfish-Popup: Soft-Opening vom „Pure Sea“

Seit dem 29. Juni läuft im Grindelhof das Pop-Up Restaurant „Pure Sea by Jellyfish“. Und zwar für genau sechs Monate. Wir waren beim Soft-Opening dabei und konnten uns einen kleinen Eindruck verschaffen, was hier kulinarisch auf die Gäste zukommen wird. Das ist in erster Linie roher Fisch, zubereitet u. a. als Ceviche, Poké oder Tatar. Die kleinen Kostproben waren ganz lecker, allerdings auch nicht überragend spannend. Mir persönlich fehlte die Harmonie der einzelnen Zutaten, die alle für sich gut waren, aber meines Erachtens nicht immer gut zusammen passten. Es war ja aber auch eine Party und der erste Abend – wir testen das sicher noch mal ganz in Ruhe.

„Pure Sea by Jellyfish“ – Grindelhof 85, 20146 Hamburg – www.puresea.de

 

Manchmal muss es einfach Burger sein

Eigentlich bin ich übersättigt vom Burger-Hype, aber ab und an ist so ein Fleischbrötchen schon eine feine Sache. Letzte Woche sind wir spontan mit ein paar Freunden bei „Otto’s Burger“ am Grindelhof eingekehrt. Die Burger fand ich bis dato immer recht durchschnittlich. Und wurde dann echt überrascht: Ich war wirklich begeistert! Der Bacon-Burger mit Chilisauce war hervorragend und passte perfekt zum Moment. Dazu gibt es eine ganz passable Bierkarte mit Hopper Bräu, Tilman und Wildwuchs. Der krönende Abschluss war allerdings der Popcorn-Shake, der mit vier Strohhalmen ratzfatz weggesüffelt wurde. Rundum rund alles.

„Otto’s Burger“ – Grindelhof 33, 20146 Hamburg – www.ottosburger.com

 

Hatari the corner

Wo geht man in der Schanze mittags essen? Gute Frage, nächste Frage. Entweder das Essen ist gut (dann kriegt man zu den Stoßzeiten mittags oft keinen Platz) – oder aber es gibt Platz und dafür kein vernünftiges Essen. Wird irgendwie immer schlimmer. Nicole hatte letzte Woche einen Termin und ist im „Hatari the corner“ gelandet. Hier ist es nicht überfüllt, es gibt üppig belegte Stullen, Bowls und Wraps. War lecker, sagt sie, und man konnte sich unterhalten, ohne dass ganz Hamburg mithört. Merken wir uns.

„Hatari the corner“ – Beim Grünen Jäger 21, 20359 Hamburg – www.hatarithecorner.com

Hatari the corner

Avocadobrot mit pochiertem Ei im „Hatari the corner“

 

Ein Stück Vietnam in Berlin-Mitte

Während in Hamburg das absolute Unwetter tobte, hoffte ich in Berlin darauf, dass es dort vorbeizieht. Denn abends war Depeche Mode im Olympiastadion zu Gast und ich hatte Karten für den Innenraum. Vor dem Konzert brauchte ich eine Stärkung und ging ins „District Môt“, das mir Hanna immer wieder empfohlen hatte. Auf der Karte steht „Saigon Street Food“, was mich schon mal direkt anspricht. Ich bestellte mir einen Bao Burger, Pak Choi mit fermentiertem Knoblauch und ein Dim Sum. Der Burger war echt lecker, aber richtig umgehauen hat mich der fermentierte Knoblauch. Kannte ich bisher nicht, will ich jetzt öfter haben.

„District Môt“ – Rosenthaler Str. 62, 10119 Berlin – www.districtmot.com