Vollgemopst #2

von in Vollgemopst

Wir können es kaum glauben, aber nach einem November, der sich als April getarnt hat, wird es wohl jetzt doch endlich mal Frühling. Die Sonne scheint, die Jacke wird so langsam ein unnötiger Ballast und wir können endlich wieder draußen sitzen beim Essen. Wohin es uns die letzten beiden Wochen so verschlagen hat, seht Ihr nun in unserer 2. Ausgabe von „Vollgemopst“.

Der beste Kuchen der Stadt und ein Rosé in der Sonne

Wer selbstständig ist, sollte sich ab und an mal eine Auszeit gönnen. Und wenn an einem Donnerstag das Wetter geil ist, dann erst recht. Wir hatten spontan Lust auf ein Stück Kuchen im Petit Café. Für uns der beste Kuchen der Stadt und schon seit unserer Kindheit eine Institution. Vor allem, wenn der Apfelkuchen frisch vom Blech kommt, stehen die Leute hier gerne mal Schlange.

„Petit Café“ – Hegestraße 29, 20249 Hamburg – www.petitcafe-hamburg.de

Der Verdauungsspaziergang durch Eppendorf endete bei Beverly und ihrem Calistoga Wine Saloon in der Goernestraße, wo wir uns in der Nachmittagssonne ein zwei Gläser „W, der Wilde“-Rosé vom Weingut Weigand gönnten. Wer sich nach Eppendorf verläuft, sollte unbedingt mal bei Beverly einkehren. Denn sie hat nicht nur fantastische Weine und einen gemütlichen Laden, sie ist auch eine tolle Gastgeberin.

„Calistoga Wine Saloon“ – Goernestraße 7, 20249 Hamburg – Facebook

 

Nudelkugeln oder Kugelnudeln?

Der Außentresen der Boilerman Bar ist bei warmen Wetter ein Segen: zum Feierabend ein gutes Getränk, Leute im Eppendorfer Weg gucken, die Nachbarschaft treffen und sich aus dem Al Volo nebenan ein leckeres Essen bestellen. Falls sich jemand fragt, was „Der Gute Leben“ eigentlich bedeutet: et voilà! Eigentlich ist die Pizza, die für uns zur besten Hamburgs gehört, immer unsere erste Wahl. Doch neuerdings haben es uns die „Fregola Sarda“ angetan: kleine gebackene Teigkügelchen, handgerollt und mit einem tollen Biss. Eine sardische Pastaspezialität, die wir bislang nicht auf dem Zettel hatten. Dazu gab es für mich ein Theresianer Wit, ein herrlich frisches Wit-Bier aus Italien und neu auf der Boilerman-Karte. Unbedingt ausprobieren!

„Al Volo“ – Eppendorfer Weg 211, 20253 Hamburg – al-volo.de

„Fregola Sarda“ von Al Volo

 

Mädchenabend im Fadda

Es bleibt sardisch: Nicole hat ihr Büro in der Unnastraße und ist mittags häufiger im Fadda am Heußweg. Ein unkomplizierter Sarde, bei dem es wirklich verdammt leckere Nudeln gibt. Bestellen mehrere Personen das gleiche Gericht, wird eine große Schüssel auf den Tisch gestellt und alle bedienen sich. Herrlich. Letztes Wochenende war sie mit Freundinnen das erste Mal abends dort und hat ein Menü bestellt. Ambiente und Service waren top, das Menü ganz ok. Zukünftig wählt sie lieber wieder die Pasta. Denn die können sie im Fadda einfach richtig gut.

„Fadda“ – Heußweg 90, 20255 Hamburg – www.fausto-fadde.de

 

Taco Tuesday Monday

Südamerikanische Küche ist ja gerade der Shit. Finde ich gut! Burger kann ich schon lange nicht mehr sehen; und was passt besser zum warmen Wetter als Guacamole, Salsa, Ceviche und Limetten? Eben. In der Hamburger City versteckt sich in der Passage „PERLE Hamburg“ die Comida Taqueria Mexicana, wo ich in der Mittagspause drei etwas zu prall, aber lecker gefüllte Tacos hatte: „Pollo Chipotle“, „Steak al Pastor“ und „Chorizo“. Dazu eine hausgemachte Limo – und der restliche Tag ist Dein Freund.

„Comida Taqueria Mexicana“ – Gerhart-Hauptmann-Platz 48 (PERLE Hamburg), 20095 Hamburg – www.comidahamburg.de

 

Pappsatt im Pappenheimer

Freitagabend, Date Night. Eröffnet bei uns im Wohnzimmer mit einer Flasche Ruinart Rosé, die ich mir zur Belohnung für das Nichtrauchen gegönnt habe. Theoretisch hätte es richtig stilvoll weitergehen müssen. Doch uns war nach was Deftigem. Und die „Pappenheimer Wirtschaft“ wurde uns schon häufiger sehr ans Herz gelegt. Bekannt ist das urige Lokal vor allem für seine Schäufele. Was sollen ich sagen? Wer die fränkische Küche schätzt, ist hier an der richtigen Adresse. Der Knödel ist mächtig und perfekt, die dunkle Biersauce zum Trinken gut. Das Schäufele selbst so, wie wir glauben, wie es in Franken sein muss. Dies wurde mir aber auch schon von einem Franken bestätigt. Auch die Bierauswahl ist hervorragend und hat einiges an fränkischer Braukunst zu bieten. Hier waren wir nicht das letzte Mal.

„Pappenheimer Wirtschaft“ – Papenhuder Str. 26, 22087 Hamburg – www.pappenheimer-wirtschaft.de

Unscharf aber trotzdem saulecker: Schäufele im Pappenheimer

 

Peter kocht – mal wieder

Erst zu Ostern hat Peter zum Ostermenü geladen und schon sitze ich wieder bei ihm am Tisch. Diesmal im Rahmen des „Social Sherry Tastings“ von Sherry Wines.  Hierzu wurden 100 ausgewählte Tester aufgerufen, ein Tasting mit sechs Sherrys auszutragen und die Erfahrungen dann über Social Media zu teilen. Peter hat für sein Kost-Magazin mitgemacht und zu jedem Sherry einen Gang serviert. Wer uns auf Instagram folgt, wird es in den Storys vielleicht schon mitbekommen haben, was es alles zu essen gab. Falls nicht, hier noch mal die Gänge:

1. Geörstetes Sauerteigbrot / Petersilie-Rauke-Salat / Pulpo. Sardellen und Kapern / Geranie 2. Wildfang-Garnelen / Aioloi mit Piment d’Espelette / Kartoffel 3. Ziegenfrischkäse in Pistazie / Serrano und Bellota / Artischocke / Balsamico aus Modena 4. Schweinebauch in Chili, Ingwer und Sojasauce / Pak Choi / Misocreme / Koriander 5. Mousse au chocolat / Tonkabohne / Haselnuss aus dem Piemont / Erdbeeren / Himbeerstaub 6. Pecorino aus Bologna / Shopshire / Gouda (3 Jahre alt) / Bergkäse von Jamei / Kerbel und Majoran

Warum der Bub noch kein Restaurant hat, weiß niemand. Aber bis es vielleicht irgendwann so weit ist, werden wir seine Einladungen immer dankend annehmen. Ach ja, die Sherrys waren auch super.

Schweinebauch in Chili, Ingwer und Sojasauce / Pak Choi / Misocreme / Koriander

 

Sonntag. Und Muttis Königsberger Klopse.

Ein Gericht, das ich seit Ewigkeiten nicht mehr gegessen habe: Muttis Königsberger Klopse. Es muss sogar knapp 20 Jahre her sein. Auf Nicoles Wunsch hin kamen wir am vergangenen Sonntag mal wieder in den Genuss dieser verführerischen Teufelei. Ich konnte gar nicht mehr aufhören zu essen. Wie konnte ich dieses Gericht so lange ignorieren? Und ja, das Rezept haben wir auch von ihr bekommen. Das teilen wir bald – es ist einfach zu gut, um es für sich zu behalten. Danke Mutti.

Königsberger Klopse

Beste Klopse der Welt. Von Mutti. Bei Mutti.

 

Eis & innig

Passt noch etwas rein? Dann auf zu „Eis & innig“ in der Klosterallee! Hier gibt es hausgemachtes Eis in wirklich tollen Sorten. Mango, frische Minze, Erdnuss, Gurke – das Eis schmeckt tatsächlich mal so, wie es heißt. Der kleine Laden ist noch recht jung, hat aber ein Konzept, das die alteingesessenen Eisdielen gerne übernehmen könnten: die erste Kugel kostet normal, jede weitere weniger.

„Eis & Innig“ – Klosterallee 102, 20144 Hamburg – Facebook