Verliebt in Amsterdam

von in Auf Reisen

Das Erste, das mir auffällt ist, dass niemand einen Fahrradhelm trägt. Zwei Gläser Wein, ein Gewitter, acht Stunden Schlaf und ein Superfrühstück später will ich nach Amsterdam ziehen. Das ist mir schon häufiger passiert. Manche Orte triggern etwas in mir, das mich vom Auswandern träumen lässt. Mit Melbourne war das so, mit Vancouver auch – und mit Kopenhagen sowieso.

Amsterdam ist lässig. Und ganz nach meinem Geschmack: nicht zu klein, nicht zu groß, wahnsinnig grün, mit viel Wasser, international, modern und trotzdem gemütlich. Drei Tage radeln wir mit Stephanie durch ihre neue Heimat. Sie wohnt in Amsterdam Zuid, in einer der schönsten Straßen der Stadt, mit Blumenkübeln, Katzen und Holzbänken auf dem Gehweg. Großstadtidylle.

Wenn mir die Wohnung gegenüber gehören würde, denke ich, als ich auf ihrem Balkon sitze, würde ich Grillpartys auf der Dachterrasse feiern. Und mit meinem Hollandrad zum Yoga fahren. Wenn ich in Amsterdam wohne, finde ich Yoga nicht mehr doof. Samstags ginge ich zum Shoppen in die 9 Straatjes, die neun Straßen, mit den vielen kleinen hübschen Concept Stores. Oder mit einem Buch und einer Decke in den Vondelpark.

Jedes Wochenende würde ich mit Freunden ein Boot mieten und durch die Grachten schippern. Martin könnte ein Katzencafé eröffnen oder einen kleinen Craft-Beer-Shop. Es wäre herrlich. Nach Feierabend treffen wir uns dann auf einen Sundowner im Waterkant. Und lassen die Füße ins Wasser und die Seele baumeln. In meiner Vorstellung ist in Amsterdam immer Sommer. Auf Realitätschecks habe ich an diesem Wochenende keine Lust.

Mit dem Besuch aus der Heimat gehen wir traditionell auf ein paar Snacks in die Foodhallen. Vielleicht arbeite ich auch hier und verkaufe irgendetwas Köstliches mit Hack. Wer weiß das schon. Danach geht es nach Jordaan, dieses entzückende Viertel, das laut „Urlaub!“ schreit – und in dem es so viele schöne Plätze gibt, um guten Kaffee zu trinken.

Und dann habe ich Geburtstag. Den feiere ich bei Oedipus Brewing. Die haben nicht nur verdammt gutes Bier, sondern mitten im Industriegebiet auch eine kleine, bunte Oase geschaffen. Perfekt für eine Feierei. Keine Nachbarn, laute Musik, ich sehe das ziemlich genau vor mir. Es wird ein gutes Fest. Bitte kommt doch auch. Der Flug dauert nur 45 Minuten.

Tipp: Unsere Amsterdam-Highlights auf einen Blick findet Ihr hier.

Frühstück im Worst

Kattencafé Kopjes

Oedipus Brewing

Stephanie hat uns ihre neue Heimat gezeigt

Foodhallen

Unterwegs mit dem Boot durch Amsterdams Grachten

Gutes Bier muss man nicht lange suchen. Gibt es in jedem Supermarkt.

Cafè Toki in Jordaan