Thirsty Thursday De Glazen Toren – Ondineke

von in Craft Beer

Beim Begriff „Craft Beer“ denken viele schnell an junge Hipster-Herren mit Vollbart und Undercut, die mit hopfengestopften IPAs um sich schmeißen. Es wird jetzt vielleicht den ein oder anderen überraschen, aber „Craft Beer“ hat weder mit einem Style zu tun, noch ist die Anzahl der Hopfensorten pro Bier ein Indiz für gutes, handgemachtes Bier. Und genau das hat auch dazu geführt, dass der Begriff an sich für viele mittlerweile nur noch ein notwendiges Übel der Begrifflichkeit ist. Aus einem Statement ist abgelutschtes Marketing geworden, wobei der Grundgedanke dabei auch etwas aus den Augen verloren wurde: handgemachtes Bier aus guten Zutaten zu brauen.

Bei De Glazen Toren aus dem flämischen Erpe-Mere gibt es genau das. Und auch Vollbärte. Dieser gehört aber dem knapp 70-jährigen Braumeister Jeff Van den Steen und seine Geschichte zeugt noch von richtigem Pioniergeist, der ihn mittlerweile zrhn Fachbücher über belgisches Bier hat schreiben lassen. Mit einer Modeerscheinung haben weder er noch sein Bier etwas zu tun. Die Konzentration steckt einzig und allein im Produkt. Und das ist ein ganz feines Stöffchen.

Das Ondineke ist ein Tripel, das unglaublich komplex und dennoch sehr entspannt zu trinken ist. Die empfohlene Trinktemperatur liegt hier zwischen 6 und 10° C. Wer es direkt aus dem Kühlschrank trinkt, wird die Hälfte der Aromen verpassen. Und die haben es in sich: Beeren, Kiwi und Citrus sowie eine leichte florale Note. Die Hefe ist fantastisch, der Körper richtig satt. Dieses Bier ist perfekt, um die belgische Braukunst kennen zu lernen.

Obwohl De Glazen Toren den größten Teil ihrer Produkte für den Export vorsieht, ist es in Deutschland bisher noch nicht erhältlich. Bei Belgiuminabox werdet Ihr aber fündig. Und wer gleich noch das passende Essen zum Bier sucht: Die Belgier bietet auch Rezepte zum Foodpairing an. Wie praktisch!