Thailand, Teil 2: Inselhopping und eine Dschungeltour

von in Auf Reisen Fotografie

Nach vier Tagen Bangkok und einem Ausflug nach Ayutthaya (hier geht es zu Teil 1 von unserem Reisebericht) war es endlich Zeit für Strand. Essen, trinken, ruhen, lesen, baden, essen, trinken, schlafen. Und dann alles von vorn. So ungefähr war der Plan – und ziemlich genau so kam es auch.

Von Pauschalurlaub und 14 Tagen an ein und demselben Ort kann man halten, was man will – wir wollten das nicht und haben uns deshalb eine kleine Tour über drei Inseln im Süden Thailands zusammengebastelt, gekrönt von einem Ausflug in den Khao Sok Nationalpark.

Alle drei bis vier Tage ein Locationwechsel. Sam und Martin waren durchaus skeptisch. Ist das nicht stressig? Nee, ist es nicht. Zwischen den Inseln fahren täglich (Speed)Boote, die einen meistens direkt am Resort abholen. Deshalb hieß es am Abreisetag immer nur: kurz den Koffer vollstopfen, rauf aufs Boot, anlegen am nächsten Strand und dann weitermachen, als wäre nichts gewesen.

Stopp 1: Koh Lipe

Angefangen haben wir auf Koh Lipe. Ganz bewusst, denn die Insel liegt recht weit im Süden, und von dort aus wollten wir uns dann wieder hoch bis nach Phuket vorarbeiten. Von Bangkok aus ist es bis nach Koh Lipe schon ein kleiner Trip. Zwölf Stunden haben wir gebraucht, um vier Uhr morgens stiegen wir ins Taxi und einen Inlandsflug, eine dreistündige Minivanfahrt und eine Tour auf dem Speedboot später kamen wir im Serendipity Resort an.

Um es kurz zu machen: Die Reise hat sich so was von gelohnt. Das Serendipity ist ein wirklich wahnsinnig entzückendes Resort, gebaut in den Hang. Jeder der 18 Bungalows hat Blick aufs Meer, das Frühstück gibt es morgens auf der Bungalowterrasse und die private Bucht ist ein Traum in Türkis. Kaum waren wir da, knipsten wir den Relaxmodus an. Die Bungalows liegen abgeschieden, man hat seine Ruhe und doch sind es bis zum Ortskern der Insel mit einigen Shops und kleinen Restaurants nur zehn Minuten Fußweg am Strand entlang. Einfach Perfekt.

Koh Lipe

Serendipity Resort

Serendipity Resort Restaurant

Serendipity Beach

Koh Lipe

Koh Lipe Bucht

Serendipity Resort Bungalow

Koh Lipe am Morgen

Koh Lipe bei Nacht

Stopp 2: Koh Mook

Nina und ich waren 2012 schon im Sivalai Beach Resort auf Koh Mook und wollten unbedingt wieder hin. DAS müssen wir euch zeigen, tröteten wir Martin und Sam schon Wochen vorher ins Ohr. Da quietscht der Sand, so fein ist er! Ein kleines Paradies hatten wir in Erinnerung. Und dann das: Wir kommen an und es regnet. Es war grau, es war nass, es war schwül.

Das gibt es doch nicht. Aber wie das nun einmal manchmal so ist: Ab und an macht einem der Wettergott einfach einen Strich durch die Rechnung. Und trotzdem war es herrlich. Wir vertrödelten unsere Tage bei Thai-Massage und Eiskaffee. Und einmal kurz kam dann sogar doch noch die Sonne raus. Na also, geht doch!

Koh Mook Beach

Koh Mook Beach

Sivalai Resort Koh Mook

Sivalai Resort Koh Mook

Stopp 4 und 5: Koh Lanta und Phuket

Auf Koh Lanta gibt es viele Affen. Und drei davon saßen gern im Baum direkt neben unserem Outdoor-Badezimmer. So macht Duschen Spaß! Oder besser: So schnell warste noch nie mit Duschen fertig.

Wir waren nur zwei Nächte hier und haben viel gelegen und gelesen und wahrscheinlich viel zu wenig gesehen. Doch trotz Urlaubslähmung haben wir einmal wieder entzückende Menschen kennengelernt. Taxifahrer, die nicht wissen, was sie für die Fahrt nehmen sollen („Die war so kurz, eigentlich gar nichts!“); Da, die Rezeptionistin unserer Bungalowanlage, die von schlechter Laune im Leben noch nichts gehört hat oder den Besitzer vom Thai Cat Restaurant, dessen Namen ich leider nicht mehr erinnere. Der alte Mann war so reizend und so interessiert an all seinen Gästen und ihren Geschichten, dass man ihn am liebsten gedrückt hätte.

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Von Ko Lanta aus fuhren wir bei ziemlich heftigem Wellengang weiter nach Phuket. Wenn hier die Fahrer darauf bestehen, dass man eine Rettungsweste trägt, dann ist Wellengang. Nach zwei Stunden Holterdipolter waren wir da und am nächsten Morgen ging es direkt weiter in den Nationalpark.

Stopp 6: Khao Sok Nationalpark

Die Spinne war 15 cm groß und hing direkt über unserem Kopf. Willkommen im Dschungel! „Ah, keine Sorge, die ist nicht giftig!“ versicherte uns unser Guide Om, die uns die nächsten zwei Tage den Khao Sok Nationalpark zeigen sollte. „Nur Insekten, die sind sofort tot!“

Zwei Tage und eine Nacht blieben wir im Camp, lernten viel, trafen Elefanten und Schlangen und Kröten, fuhren mit dem Kanu, wanderten durch den Dschungel und kochten dort auf dem offenen Feuer köstlichste Spieße und eine Weltklasse-Kokossuppe. Es war so gut.

Und falls nun jemand denken sollte „Mannomann, die sind aber verwegen!“, dem gestehe ich: Das Zelt hatte ein richtiges Bett. Und eine Dusche. Aber hey – wir haben uns trotzdem ein bisschen gefühlt wie Rambo auf großer Mission…

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Es war ein toller Abschluss einer tollen Reise – denn danach ging es nur noch für eine Nacht zurück nach Phuket; Koffer packen, Abschied nehmen, das total doof finden, noch schnell drei Mal Phad Thai essen, sich ein bisschen auf Zuhause freuen und irgendwie auch so gar nicht. Wie das eben so ist nach einem tollen Urlaub. Doch ein Gedanke beruhigt: Wir kommen ganz sicher wieder.

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