Muttis Hühnersuppe gegen Erkältungen

von in Rezepte

Eine echte Erkältung dauert mit Medikamenten zwei Wochen – und ohne 14 Tage. Das hat jedenfalls meine Oma immer behauptet. Und wenn man sie dann doch nach der richtigen Medizin fragte, sagte sie: „Viel Ruhe, etwas frische Luft und eine gute Hühnersuppe!“

Und es ist was dran an Omas Tipp. Denn der Körper braucht bei einer Erkältung unter anderem viel Zink. Und genau das steckt in einer selbst gemachten Hühnersuppe. Martins Mutter sieht das ganz ähnlich und hat ihm irgendwann ihr persönliches Rezept verraten. In dem Wundersüppchen schwimmen auch noch jede Menge Ingwer, Chili und Knoblauch, die dank vieler ätherischer Öle antibakteriell und schleimlösend wirken.

Seit einigen Jahren läuft die Erkältungssaison bei uns nun also immer ungefähr so ab. Ich: „Ich glaube, ich werde krank.“ Martin: „Alles klar, ich kaufe Huhn!“ Und zack ist er weg und werkelt danach rund zwei Stunden in der Küche rum, während ich gemütlich im Bett Serien gucke. Denn auch die Brühe wird selbst gekocht, und das dauert ein bisschen. Aber es lohnt sich, die Zeit zu investieren. Denn die Suppe ist nicht nur verdammt lecker, sie zeigt auch direkt Wirkung und bringt einen ordentlich zum Schwitzen.

Kleiner Tipp: Da man verschnupft eh wenig schmeckt, bloß nicht mit Ingwer und Chili geizen. Und viel frische Petersilie als Topping ist auch Pflicht. Übrigens: Tütensuppen oder Fertigprodukte haben leider nicht den gleichen Effekt. Denn um von der vollen Gesundheitspower der Suppe zu profitieren, muss man ein ganzes Huhn auskochen, da die besten Anti-Erkältungsstoffe im Knochenmark vom Hühnchen sitzen.

Hier kommt also für Euch das Rezept von Martins Mutti, die übrigens auch einen ziemlich fantastischen Barszcz kocht. Guten Appetit und vor allem: gute Besserung!

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Muttis Hühnersuppe für einen großen Suppentopf

2 EL Öl
1 große Gemüsezwiebel
2 Frühlingszwiebeln, fein gehackt
2 Bund Suppengemüse (1 Bund grob gewürfelt, 1 Bund klein gewürfelt)
½ Ingwerknolle (ca. 120 g), grob in Scheiben geschnitten
4 Knoblauchzehen, zerdrückt
2 – 3 kleine rote Chili, gehackt
1 Poularde
ca. 3 l Wasser
1 Lorbeerblatt
2 Zweige Bohnenkraut oder Thymian
1 Bund Petersilie
Salz und frisch gemahlener Pfeffer

Zubereitung

  1. Das Öl in einem großen Suppentopf erhitzen, die Zwiebel halbieren und auf der Schnittfläche anrösten, bis sie dunkel, aber nicht schwarz ist. Gleichzeitig die Frühlingszwiebeln hinzugeben und anrösten, bis sie ebenfalls dunkel, aber nicht schwarz sind.

  2. Knoblauch, Ingwer und Chili hinzugeben und 2 Minuten anbraten. Das erste Bund Suppengemüse grob würfeln, in den Topf geben und 2 Minuten anschwitzen. Mit etwas Wasser ablöschen, das Huhn hineinlegen und mit Wasser auffüllen, bis es ca. 5 cm mit Wasser bedeckt ist. Alles zum Kochen bringen und bei mittlerer Hitze etwa 1 Stunde köcheln lassen, bis das Fleisch fast vom Knochen fällt. Eine halbe Stunde vor Ende der Garzeit das Lorbeerblatt, dem Bohnenkraut und 2 Zweige Petersilie hineinlegen. Am Ende der Garzeit mit Salz und Pfeffer abschmecken.

  3. Den Topf vom Herd nehmen, das Huhn vorsichtig herausnehmen und beiseite stellen. Das verkochte Gemüse und die Kräuter mit einer Schaumkelle aus der Brühe holen und die Brühe anschließend durch ein feines Sieb in einen neuen Topf geben. Die Brühe etwas abkühlen lassen. Sobald sich auf der Brühe die Fettschicht abgesetzt hat, diese vorsichtig abschöpfen.

    Tipp: Das abgeschöpfte Fett kann später wunderbar zum Braten verwendet werden.

     

  4. Das Hühnerfleisch vom Knochen und der Haut lösen und in mundgerechte Stücke zupfen.

  5. In einem großen Topf etwas Öl oder abgeschöpftes Fett erhitzen und das zweite Bund Suppengemüse dort für etwa 3 Minuten anschwitzen. Das Gemüse mit soviel der Brühe aufgießen bis dieses etwa eine Hand breit damit bedeckt ist. Zum Kochen bringen und bei mittlerer Hitze etwa 15–20 Minuten köcheln lassen, bis das Gemüse weich ist, aber noch etwas Biss hat. Anschließend das Hühnerfleisch hinzugeben und kurz mit erhitzen.

  6. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit viel frischer gehackter Petersilie anrichten.

Die beste Medizin: selbstgemachte Hühnersuppe mit extra viel Ingwer. Danke @martinszymanski

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