Butter Chicken mit Yakhni Pulao

von in Rezepte

Die indische Küche ist nichts für Menschen in Eile. Oft haben die Gerichte eine lange Vorbereitungszeit und die einzelnen Gewürze müssen mit viel Fingerspitzengefühl verarbeitet werden. Aber genau das fasziniert mich daran. Denn das Ergebnis ist immer ein intensives und komplexes Geschmackserlebnis. Seit meine Mutter mir vor ein paar Jahren ein indisches Kochbuch geschenkt hat („Indien kulinarisch“, Murdoch Books / Bellavista, leider zur Zeit  nicht mehr erhältlich), nehme ich mir hin und wieder die Zeit und koche Gerichte daraus nach.

Kürzlich gab es bei uns mal wieder Butter Chicken, ein vergleichsweise einfaches Gericht. Ein perfektes Essen für kalte Tage, da es sehr gehaltvoll ist und sich bestens für anschließendes Abhängen auf der Couch eignet. Je länger das Huhn mariniert, desto zarter wird es. Crème double und das Ghee geben dem Ganzen einen herrlich buttrigen und vollen Geschmack. Über Kalorien dürft Ihr hier nicht nachdenken, hier geht es um Genuss.

Pulao gibt es in etlichen Variationen und ist mehr als nur eine Reisbeilage. Typische indische Gewürze wie Kardamom, Lorbeer, Nelken und Zimt machen aus der oft öden Beilage ein tolles und eigenständiges Gericht. Yakhni bedeutet „Brühe“ und am besten schmeckt das alles mit selbstgemachter Hühnerbrühe, wobei man natürlich auch Fertigbrühe verwenden kann. Dieser Reis passt übrigens nicht nur zu indischen Gerichten.

Ein wichtiger Bestandteil der indischen Küche ist Ghee – geklärte Butter. Wer diese nicht selber machen will, kann Ghee in jedem guten Asia Shop kaufen. Ich schwöre auf die grüne Dose von Khanum, die schmeckt mir einfach am besten.

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Nachkochen!

Butter Chicken

Butter Chicken für 4–6 Personen

2 cm frischen Ingwer
3 Knoblauchzehen
75 g blanchierte Mandeln
150 ml stichfester Naturjoghurt
½ TL gemahlene Chili (nach Belieben auch gerne mehr)
¼ TL gemahlene Nelken
¼ TL gemahlener Zimt
1 TL Garam Masala
4 Kardamomschoten, leicht zerdrückt
400 g Tomaten aus der Dose, gehackt
1 ¼ TL Salz
1 kg Hähnchenfilet ohne Haut, in größere Stücke geschnitten
5 EL Ghee oder geklärte Butter
1 große Zwiebel, in dünne Scheiben geschnitten
6 EL Korianderblätter, fein gehackt
4 EL Crème Double oder Crème fraîche

Zubereitung

  1. Den Knoblauch zerdrücken, den Ingwer fein reiben, die Mandeln fein hacken. Knoblauch, Ingwer, Mandeln, Joghurt, Nelken, Chili, Zimt, Kardamom, Tomaten, Garam Masala und Salz in einer Schüssel mischen. Die Hähnchenstücke untermengen und alles zugedeckt mindestens 2 Stunden (besser: über Nacht) im Kühlschrank marinieren.

  2. Den Backofen auf 180°C vorheizen. Ghee oder geklärte Butter in einer tiefen Pfanne erhitzen und die Zwiebel darin anbräunen. Die Hähnchenstücke dazugeben und 2 Minuten braten. Den Koriander unterrühren und alles in eine flache Auflaufform füllen. Etwas von der Marinade dazugeben und Creme double oder Creme fraiche mit einer Gabel unterrühren.

  3. Eine Stunde auf mittlerer Schiene backen. Wenn die Oberfläche zu schnell braun wird, einfach mit Alufolie abdecken. Vor dem Servieren 10 Minuten ruhen lassen. Das Öl steigt an die Oberfläche. Die Form ein wenig schräg halten und das überschüssige Öl abschöpfen.

Yakhni Pulao

Yakhni Pulao für 4 Personen

200 g Basmatireis
500 ml Hühnerbrühe
4 EL Ghee oder Öl
5 Kardamomschoten
1 Zimtstange (5 cm)
6 Nelken
8 schwarze Pfefferkörner
4 indische Lorbeerblätter
2 Zwiebeln, in feine Scheiben geschnitten

Zubereitung

  1. Den Reis in einem Sieb unter kaltem Wasser abspülen, bis das Wasser klar ist. Abtropfen lassen.

  2. Die Brühe in einem Topf bis knapp vor dem Siedepunkt erhitzen.

  3. Währenddessen 2 EL Ghee oder Öl in einem großen Topf erwärmen. Kardamom, Zimt, Nelken, Pfefferkörner und Lorbeer 1 Minute darin braten. Den Reis dazugeben und unter Rühren 1 Minute erhitzen. Mit der Brühe ablöschen, etwas Salz hinzugeben und alles zügig zum Kochen bringen. Abgedeckt 15 Minuten köcheln, dann 10 Minuten ruhen lassen. Vor dem Servieren den Reis ein wenig auflockern.

  4. Das restliche Ghee oder Öl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebeln darin glasig dünsten. Die Hitze erhöhen und die Zwiebeln braun anbraten. Auf Küchenpapier abtropfen lassen und die Zwiebeln auf den Reis geben.