Ragù alla Bolognese

von in Rezepte

Der perfekte Tag für eine selbst gemachte Bolognese? Sonntag! Nach dem Aufstehen entspannt die Zutaten vorbereiten und dann langsam mit dem Kochen beginnen – das geht nur an diesem Tag, an dem sonst einfach gar nichts geht und man ganz in Ruhe in der Küche werkeln kann. Nach und nach macht sich dann dieser herrliche Duft von Rotwein, Tomaten und Fleisch in der Wohnung breit. Und wird mit jeder Stunde immer besser. Eine richtig gute Bolognese ist nicht schwierig, braucht aber ihre Zeit. Geduld ist entscheidend. Und natürlich beste Zutaten.

Dieses Rezept hab ich vor einigen Jahren von Hanna bekommen, die für mich in Kärnten, das ja unmittelbar an der italienischen Grenze liegt, nach einem Originalrezept gesucht hat. Über die Jahre habe ich das ein bisschen abgewandelt, da ich es persönlich etwas kräftiger mag. Manchmal brate ich sogar noch etwas Speck dazu an, was dem Ganzen ein herrliches Raucharoma gibt.

Da ich schon lange nur noch aus dem Kopf koche, sind die Mengenangaben recht flexibel. Rotwein nach Gefühl, Möhren nach Geschmack – für Optimierungen hat man schließlich genug Zeit. Manchmal schmort meine Sauce für 7–8 Stunden. Plant man bei der Zubereitung noch ein bis zwei Ruhepausen für die Sauce ein, wird sie noch aromatischer.

Tipp: Immer etwas mehr kochen und den Rest einfrieren. Denn eine aufgewärmte Bolo schmeckt immer noch ein bisschen besser. Und bloß keine Spaghetti nehmen – das wäre ein Fehler, für den Dich jeder Italiener mitleidig belächeln würde. Warum, siehst Du unten. Und da geht es auch zum Rezept. 

ragu-alla-bolognese-8522

Darum isst man eine Bolognese nicht mit Spaghetti.

ragu-alla-bolognese-8514

Ragù alla Bolognese

1 kg Rinderhack bester Qualität
2 Dosen Tomaten (à 400 g)
2 Stangen Staudensellerie
2 Möhren
5 getrocknete Tomaten, ohne Öl
1 rote Zwiebel
1 Knoblauchzehe
2 EL Tomatenmark
1 EL frischer Oregano, fein gehackt
½ Bund frischer Basilikum
1 Prise Zucker
½ Flasche Rotwein
Olivenöl
Worcestershire Sauce
Salz und Pfeffer

Zubereitung

  1. Die Möhre schälen und in kleine Würfel schneiden. Den Sellerie putzen und ebenfalls in kleine Würfel schneiden. Die getrockneten Tomaten in feine Streifen schneiden.

  2. In einer Pfanne etwas Olivenöl erhitzen und den Sellerie und die Möhren darin mit einer Prise Salz anschwitzen, bis die Möhren etwas Farbe bekommen. Das Gemüse beiseite stellen.

  3. Die Zwiebel in feine Würfel hacken und die Knoblauchzehe zerdrücken. In einem großen Topf oder Bräter 2 EL Olivenöl erhitzen und die Zwiebeln und den Knoblauch darin mit einer Prise Salz und Zucker anschwitzen, bis die Zwiebeln glasig sind. Das Hackfleisch hinzugeben und mit etwas Salz und Pfeffer so lange anbraten, bis es krümelig ist und Farbe angenommen hat. Ein paar Spritzer Worcstershire Sauce hinzugeben und mit dem Fleisch vermengen. Mit dem Rotwein ablöschen und bei mittlerer Hitze etwa 15 Minuten köcheln lassen, bis die Flüssigkeit etwas reduziert ist.

  4. Das Tomatenmark hinzugeben, gut unterrühren und weitere zehn Minuten köcheln lassen. Den Sellerie, die Möhren und die getrockneten Tomaten hinzugeben und ggf. etwas Rotwein nachgießen, falls die Sauce schon zu trocken ist. Weitere 10 Minuten köcheln lassen.

  5. Die Dosentomaten hinzugeben, gut unterrühren und aufkochen lassen. Anschließend die Hitze stark reduzieren und alles für mindestens drei Stunden köcheln lassen. Hin und wieder den Deckel leicht geöffnet lassen, um die Flüssigkeit zu reduzieren. Falls die Sauce zu trocken wird, einfach etwas Brühe hinzugeben. Nach der Hälfte der Garzeit den Oregano hinzugeben.

  6. Den Topf vom Herd nehmen und ruhen lassen. Erst dann wieder erhitzen und für eine weitere Stunde leise vor sich köcheln lassen. Erst zum Ende der Garzeit mit Salz und Pfeffer abschmecken.

  7. Die Nudeln al dente kochen und etwas Nudelwasser auffangen. Ein große Pfanne mit einem Spritzer Olivenöl erhitzen und darin die Nudeln und die Sauce mit etwas Nudelwasser vermengen. Mit Basilikum und Parmesan servieren.

    Tipp: Die Nudeln ruhig etwas bissfester kochen, da sie später in der Pfanne noch nachgaren.