Parma

von in Auf Reisen Fotografie

Im Januar bin ich immer in Aufräumlaune. Neues Jahr, frischer Start – und das funktioniert für mich am besten, wenn ich ein bisschen die Bude auf Vordermann bringe. Und manchmal findet man dabei Dinge, die man längst vergessen hat. Beim Winterputz unserer unzähligen Speicherkarten sind mir jetzt Bilder aus Parma in die Hände gefallen, die ich längst teilen wollte. Nun aber.

Vor einer ganzen Weile schon war ich beruflich ein Wochenende in der Stadt. Und kann einen kleinen Trip dorthin nur empfehlen. Die Altstadt ist hübsch, die umliegenden Weinberge ebenfalls – aber was Parma vor allem auszeichnet ist, dass hier zwei berühmt-berüchtigte italienische Köstlichkeiten beheimatet sind: Prosciutto di Parma und Parmigiano Reggiano. Beides echte Originale mit langer Tradition, die mit einer Ursprungsbezeichnung geschützt sind und nur hier in der Region hergestellt werden dürfen. Ein Consorzio wacht jeweils darüber, dass die strengen Regeln zur Herkunft und Fütterung der Tiere und Verarbeitung der Rohstoffe eingehalten werden. Wer einen Parmesankäse oder Parmaschinken mit DOP-Siegel kauft, kann deshalb sicher sein, keine Fälschung sondern ein echtes Naturprodukt ohne jegliche Zusatzstoffe in der Hand zu halten.

Und die schmecken auch dementsprechend gut. Mich machen so simple Dinge eh glücklich: etwas Schinken, ein Stück gereifter Käse, dazu ein Glas Wein. Mehr braucht es doch häufig gar nicht für ein bisschen kulinarische Zufriedenheit. Und die wartet in Parma an jeder Ecke. Ich habe gefühlt drei Tage nichts anderes als Käse und Schinken gegessen und durfte mir noch dazu zwei Produktionsstätten ansehen. Beeindruckend, mit wie viel Hingabe, Geduld und vor allem mit wie viel Handarbeit hier Parmaschinken und Parmesan hergestellt werden (Führungen kann man zum Beispiel über www.itineraemilia.it buchen). Wer also wie ich kein Veganer ist, Italien und gutes Essen liebt, sollte sich Parma mal mit auf die Travelbucketlist setzen. Schaden kann das auf keinen Fall.