La République du Skateboard

von in Shuffle

Wir sind früher alle geskatet, haben die VHS-Videos von Toy Machine, H-Street und Santa Cruz bis zur Materialschwäche in Dauerschleife geglotzt. Und heute bekommen wir immer noch dieses Bauchkribbeln, wenn wir das Klackern der Rollen schon aus der Ferne hören. Wir – das sind alle Jungs und Mädchen, die damals auch nur ansatzweise etwas mit Skateboards zu tun hatten: Amateure mit Sponsoren, Fakie-Pusher, Betties. Hauptsache dabei und wenn man nur auf dem Brett saß und anderen beim Bailen zugeschaut hat.

Mittlerweile haben sich die Skatevideos weiterentwickelt, setzen nicht mehr automatisch auf Fisheye und verratzte PAL-Optik. Längst gibt es dank DSLR-Kameras HD-Videos en masse. Skateboarding eignet sich nämlich wunderbar für Cinematographie: Zeitlupen-Runs mit guter Musik unterlegen, ein paar Timelapse-Shots dazwischen – könnte ich mir stundenlang anschauen, so wie This Is Not The New H-Street Video von 1990. Good shit never gets old.

Drei schöne Beispiele visueller Rollbrettkunst möchte ich hier einmal vorstellen:

La République du Skateboard von Neels Castillon ist eine Ode an Paris und dessen Skateboard-Szene. Gedreht wurde mit der Red Epic, einer Kamera für Kinoformate. Für ein Skatevideo kein schlechter Ansatz. Das Sound Design erinnert einen an das Bowling-Tape in Big Lebowski: Kopfhörer auf, hinlegen, genießen.

Wenn man sich Tyler Edtmeyer anschaut (gedreht von Alex Schiller), sieht man nicht nur optisch einen jungen Tony Hawk. Auch sein schlaksiger Stil weist einige Parallelen zur Legende auf. Dass auch ein McTwist in sein Repertoire gehört, ist selbstverständlich. Schließlich ist der Bub aus Österreich (?) auch schon ganze 13 Jahre alt.

Zu The Epic & The Beasts von Sebastian Linda lässt sich nicht viel sagen, außer:

When we were kids we never dreamt of being a firemen, a pilot or superhero. We always wanted to be skateboarders, jumping up curbs, down the stairs and filp our boards as many times as we could. This has not changed until today.

Amen.