Bella Italia: ein Kurztrip nach Positano

von in Auf Reisen

Zehn Jahre Freundschaft? Das muss gefeiert werden, haben Nina und ich uns gedacht – und uns kurzerhand ein langes Wochenende in Italien gegönnt. Donnerstag hin, Sonntag zurück; dazwischen viel Sonne, gutes Essen, leckerer Wein und ordentlich Zeit zu zweit: So haben wir uns das vorgestellt – und genau so kam es auch. Während das Wetter in Hamburg noch mal einen auf Herbst machte, flüchteten wir also vergangenes Wochenende in die Sonne, aßen Salami-Pizza am Strand, erklommen unzählige Treppenstufen, staunten immer wieder über den atemberaubenden Blick auf die Bucht, erlebten italienische Beachboys wie aus dem Bilderbuch (wir haben heimlich ein Foto gemacht, s.u.) und trafen den wohl schönsten Dorfpolizisten der Welt (wir haben uns nicht getraut, ihn zu fotografieren…). Mamma Mia! Es war herrlich.

Positano kannten wir vorher nur von Bildern, oder besser: von dem einen Bild, das wahrscheinlich fast jeder schon einmal gesehen hat: die berühmten bunten Häuser am Hang, oben die Berge, unten das Meer. Postkartenidylle. Und die wollten wir einfach mal live erleben.

Hoch oben schmeckt es besser

Der kleine Ort an der Amalfiküste ist quirlig, mit vielen Gassen, noch mehr Stufen und irre schmalen Straßen. Die Serpentinen schlängeln sich vom Strand bis hoch in die Berge, die Auf- und Abfahrt ist abenteuerlich, aber die Busfahrer machen das schon, dachten wir, und sollten Recht behalten. Mit einem Mietwagen möchte ich da allerdings nicht für Geld rumfahren müssen.

Unsere beste Entscheidung war sicherlich, nicht direkt im Ort, sondern oben in den Bergen in Montepertuso zu wohnen (Tipp: Wir haben hier übernachtet und uns sehr wohl gefühlt). Während man in Positano selbst schon das ein oder andere Mal den Kopf schütteln kann ob der Dekadenz und Menschenmassen, ist es hier viel ruhiger und entspannter. Richtig dörflich halt, und so was mag ich. Der kleine Bus, der einmal pro Stunde fährt, braucht 20 Minuten den Berg hinunter und abends ist man froh, wenn man langsam das laute Positano hinter sich lässt und zum Essen in eines der Restaurants mit Blick über die Stadt und das Meer einkehrt.

Die sind im Übrigen auch noch besser als die vielen Touristenfallen am Strand. Wie das La Tagliata, in dem auch Gerhard Schröder zu Kanzlerzeiten während seiner Positano-Urlaube regelmäßig eingekehrt sein soll. Eine Speisekarte gibt es hier nicht, es wird gegessen, was auf den Tisch kommt. Inklusive Wein und Wasser kostet das Menü 40 Euro pro Person und dafür gibt es Teller um Teller köstliche Antipasta, gefolgt von mehreren Pastavariationen, frisch gegrilltem Fleisch und schließlich Obst und Dessert. Richtig lecker. Sogar noch ein wenig besser hat es uns im Il Ritrivo gefallen. Und das lag nicht nur daran, dass hier der Wein besser schmeckte – auch das Personal setzte in Sachen Herzlichkeit noch einmal einen drauf.

Mit der Fähre nach Capri

Wer die ganzen Kalorien, die man hier unumgänglich zu sich nimmt, wieder abtrainieren möchte, kann an der Amalfiküste übrigens auch hervorragend wandern. Oder man macht es wie wir Faulpelze und steigt für ein bisschen Abwechslung in eine der Fähren am Strand, die einen zum Beispiel direkt nach Amalfi, Salerno oder Capri bringen. Wofür auch immer Ihr Euch entscheidet: Positano ist auf jeden Fall eine kleine Reise wert. 

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Immer am Posen: die italienischen Beachboys.

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Montepertuso