Hamburg bei Nacht … und Nebel

von in Fotografie

Dinge, die man viel zu selten macht: Einfach mal ins Auto steigen und losfahren. Mit Musik auf den Ohren und der Kamera auf dem Rücksitz seine Umgebung erkunden. Vor allem bei Dunkelheit und wenn – wie gerade in Hamburg – abends ein dichter Nebel über der Stadt liegt. Es ist schon etwas her, seitdem ich das letzte Mal nachts durch Hamburg zog, um Fotos zu machen. Und bei so einem Nebel wie jetzt war ich selten unterwegs.  Mir juckten die Finger, als die Suppe sich schon durch die Fensterritzen in das Wohnzimmer schob.

Zugegeben, es ist schon etwas beängstigend, in der Dunkelheit und bei Nebel durch das verlassene Allermöhe zu schleichen. Niemand ist auf der Straße unterwegs und es fühlt sich an wie in einem David-Lynch-Film. Aus den Gebüschen ein Rascheln und Knacken, dann wieder gespenstische Ruhe. Wenn Dir hier etwas passiert, dann schluckt die Nebeldecke jeden Schrei nach Hilfe. Auch im Freihafen sieht es nicht besser aus. Hin und wieder kommt ein Auto vorbei und man hofft, dass es einfach weiterfährt.

Doch bei aller furchteinflößenden Atmosphäre: Nebel fasziniert mich genau so wie Wolken. Man möchte sich die ganze Zeit die Augen reiben und selbst das hellste Licht wird nach ein paar Metern gnadenlos geschluckt. Es kehrt selbst in der hektischen Stadt eine gewisse Ruhe ein, beinahe schon andächtiger Natur. Von der Mystik mal ganz zu schweigen. Vielleicht auch ein Grund, warum ich Nebelkanonen auf Konzerten immer wieder so geil finde. 

 

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Blick auf die Landungsbrücken (15 mm – 10,0 Sek. bei f / 6,3 – ISO 100)

 

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Freihafen (11 mm – 1,3 Sek. bei f / 8,0 – ISO 100)

 

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Allermöhe (20 mm – 1,0 Sek. bei f / 7,1 – ISO 100)

 

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Allermöhe (11 mm – 6,0 Sek. bei f / 6,3 – ISO 100)