Essen wie Gott in Bangkok

von in Auf Reisen

Nachdem wir unsere Tour durch Thailand ausführlich beschrieben haben, widmen wir uns nun einem Thema, das für viele Thailand-Reisende vielleicht das Wichtigste ist: das Essen. Neben dem Wetter und der Menschen war die Kulinarik für mich der Hauptgrund meiner Vorfreude auf unsere Reise. Ich stellte mich auf mindestens sechs Mahlzeiten pro Tag ein. Vor allem in Bangkok, unserer ersten Station, wollte ich so viel probieren, wie nur möglich. Und so kam es auch. Meine Eindrücke habe ich mal zusammengefasst.

Soi 38 Night Market

Wer auf Streetfood steht, sollte sich die Soi 38 auf die Reiseagenda schreiben. Täglich ab 18 Uhr gibt es dort exzellentes Essen aus Garküchen und von fliegenden Ständen. Der nur knapp einhundert Meter lange Straßenabschnitt bietet so viel Auswahl an gutem Essen, dass man gar nicht weiß, was man zuerst bestellen soll. Mein Tipp: Probiert einfach alles. Bis die Plauze schwillt. Von Suppen über gegrillte Spieße bis hin zu frischen Meeresfrüchten und süßem Sticky Rice gibt es alles, was das Herz begehrt. Wir hätten noch ewig bleiben können, doch irgendwann waren wir einfach vollgemopst.

Die Soi 38 liegt an der Sukhumvit Road, direkt an der BST Station Thong Lo. Einfach die Treppen runter und schon ist man mittendrin.

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Direkt an der Bahnstation Thong Lor in Sukhumvit liegt die Soi 38.

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Die Vorspeise: ein leichtes leckeres Süppchen mit Einlage.

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Kurzer Zwischengang: Hähnchenspieße mit Honig, vom Feuer geküsst.

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Tintenfisch vom Grill schmeckt …

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… so lecker wie er klingt. Vor allem mit einer süß-scharfen Sauce direkt aus der Tüte.

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Or Tok Kor Market

Der Or Tok Kor Market gehört angeblich zu den vier besten Frischemärkten der Welt. Und wer einmal dort durchgeschlendert ist, wird verstehen, warum. Hier gehen fast ausschließlich Einheimische einkaufen und als Tourist ist man womöglich ersteinmal überfordert ob der Vielfalt der Lebensmittel, die angeboten werden.

Essen kann man auf dem Markt natürlich auch – und zwar richtig gut! Wir zeigen einfach auf alle Gerichte, die uns irgendwie ansprechen und wissen dann gar nicht, was uns am besten schmeckt. Die gefüllten Krebse? Oder das scharfe Schwein (und zwar päd-mahk-mahk-scharf!)? Der frittierte Fisch, der Pak Choi oder doch das Morning Glory? Alles ist superfrisch, alles ist superlecker.

Der Markt hat täglich von 6–20 Uhr geöffnet und befindet sich in der Kamphaengphet Road, direkt an der Bahnstation Kamphaen Phet.

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Ich hätte gerne einmal das, das, das und das und davon bitte auch noch!

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Der Wahnsinn: gefüllte Krebse, scharfes Schwein, frittierter Fisch, Pak Choi und Morning Glory.

Es ist immer Platz für einen Snack

Das beste Essen gibt es in Bangkok auf der Straße. So viel steht mal fest. Streetfood ist bei den Einheimischen nicht nur beliebt, sondern auch oft die günstigste und beste Art zu essen. Viele Wohnungen in Bangkok haben keine Küche, und so nehmen die Thais ihre Mahlzeiten eben auf der Straße ein. Das fängt früh morgens beim Frühstück an und hört spätabends wieder auf, wenn sich neben den mobilen Essensständen die Menschen an den kleinen Tischen zusammenfinden. An jeder Ecke gibt es hier etwas Gutes zu futtern: köstliche Suppen, Spieße, Currys – you name it. Dazwischen natürlich auch immer wieder kleine Snacks.

Zwei kleine Sünden, die es mir besonders angetan haben: frische Thai-Mangos und Roti, thailändische Pfannkuchen indischen Ursprungs. Fangen wir mit den Mangos an: Vergesst jede Flugmango, die Ihr mal für fünf Euro bei EDEKA gekauft habt. Ich habe so eine saftige und süße Mango vorher noch nicht gegessen. Wahnsinn. Tipp: Wer es bei der Hitze nicht so klebrig-süß mag, sollte die leicht säuerliche grüne Mango mit Chili-Zucker-Salz probieren.

Und jetzt zum Roti: Oh, Du herrlicher Pfannkuchen mit süßer Kondensmilch. Knusprig dünn, mundwarm und auch mit Schokosauce ein Traum. Hat man Dich einmal probiert, dann möchte man nie wieder einen Crêpe vom Straßenfest essen.

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Wenn Ihr diese Tütchen seht: probieren!

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Hühnerspieße gehen auch immer gut, ob crispy oder mit Honig lasiert.

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Zum Niederknien: Roti mit süßer Kondensmilch

Ich habe mich verliebt und sie heißt Phad Thai

Gute Zutaten, ein paar Gewürze, kurze Garzeiten: Das Geheimnis der Thai-Küche liegt wahrscheinlich in ihrer Schlichtheit. Ganz einfache Dinge schmecken hier einfach ganz groß. Fast Food, wie es sein sollte. Bestes Beispiel: Phad Thai. Ein paar Thainudeln, Frühlingszwiebeln, Ei, Sojasprossen und Garnelen in einer Tamarinden-Fischsauce – mehr brauchte es nicht, um mich völlig von den Socken zu hauen. Schon wenn ich darüber schreibe, habe ich diesen süßsäuerlichen Geschmack der Tamarinde im Mund.

So, und jetzt hätte ich gerne einmal alles.

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