Der Januar ist der Montag unter den Monaten

von in Shuffle

Es ist geschafft: Der erste Monat des Jahres ist um. Was haben wir uns auf den Neustart gefreut. So richtig frisch ins neue Jahr starten und die alten Sorgen hinter sich lassen. Viel vorgenommen haben wir uns, mit dem Rauchen aufzuhören vielleicht, oder den Bauchumfang zu reduzieren. Im Januar haben gute Vorsätze ja bekanntlich Hochkonjunktur.

Doch machen wir uns nichts vor, es ist ein richtiger Scheißmonat. Kein Antrieb, Dauerregen und die Vorsätze sind auch spätestens mit dem Neujahrskater wieder vergessen. Man möchte den ganzen Tag nur im Bett verbringen und erst im April wieder aufstehen.

Muss doch nicht sein. Und damit nächstes Jahr alles anders und vor allem viel besser wird, kommen hier fünf Tipps, wie man den Januar unfallfrei übersteht.

1. Besuche eine Stadt, die Du nicht magst

Vergiss den Urlaub in der Sonne, denn nach der Rückkehr geht es Dir nur schlimmer. Mach es andersrum und besuche das Elend! Denn jeder hat eine Stadt, die er nicht mag und in der es im Winter noch deprimierender ist, als im eigenen Wohnort. Wenn der Januar so richtig Gas gibt, fahre dorthin und genieße die Trauer. Kommst Du nach ein paar Tagen zurück, erlebst Du Deine Stadt als eine wohltuende Oase der Schönheit. Trotz Dauerregen und Pegida.

2. Dusche mit Licht

Im Januar geht die Sonne um 11 Uhr auf und legt sich um 15 Uhr direkt wieder pennen. Dass der Mangel an Tageslicht zu Depressionen und spitzen Eckzähnen führt, wissen nicht nur die Skandinavier und knipsen in der dunklen Jahreszeit täglich die Lichtdusche an. Einfach neben den Computer stellen und ab und zu für ein paar Minuten in das Licht starren. Schon sieht die Welt wieder anders aus. Ich hab mir vorletztes Jahr die Melissa gekauft und bin begeistert.

3. Brau' Dein eigenes Bier

Ob im Braukurs, mit Profiausrüstung oder mit der Braubox – Bierbrauen ist schon lange nichts mehr nur für Braumeister. Es ist zugänglicher denn je und es macht einfach nur Spaß. Aus einfachen Zutaten ein Grundnahrungsmittel zaubern zu können weckt Urinstinkte. Da der Brauprozess gute sieben Stunden dauern kann und das Bier anschließend noch ein paar Wochen vor sich hin gärt, ist das schon eine zeitfüllende Aktivität. Alternativ: Brot backen, Marmelade kochen, Kimchi fermentieren oder einen Senf ansetzen.

4. Lerne polnisch

Was hat das mit dem Januar zu tun? Eigentlich nichts, aber warum nicht mal eine Sprache lernen, die unglaublich schwierig und doch schön ist? Die Zeit, in der Du mit anderen Sprachschülern in der Volkshochschule sitzt und gemeinsam versuchst, die acht verschiedenen S-Laute gebacken zu bekommen, lenkt Dich herrlich vom Januar ab. Außerdem leben viele nette Polen in Deutschland und freuen sich, wenn Du mehr als kurwa und Podolski sagen kannst. Mit Sätzen wie Proszę iść prosto a potem w lewo kommst Du nämlich viel weiter. Alternativ: türkisch!

5. Räum' endlich mal auf!

Frühjahrsputz ist ja schön und gut, aber wem nützt das, wenn im Winter die Bude nicht gemütlich ist? Mach mal so richtig sauber! Trenne Dich von Deinen Klamotten, die Du auch letztes Jahr schon nicht angezogen hast. Putze die ganze Wohnung mit Sagrotan-Allzweckreiniger, weil dieser einfach richtig geil riecht. Und schmeiß endlich den Tannenbaum weg!

Und kaum versieht man sich, kommt auch schon der Februar um die Ecke. Und der findet sich ja Gott sei Dank selbst so überflüssig, dass er freiwillig nach nur 28 Tagen die Segel streicht. Bald ist Frühling.