Brouwerij ’t IJ IJwit

von in Craft Beer

„Im Sommer gibt es nichts besseres als ein kühles Weizenbier!“ – ein Satz, der noch nie aus meinem Mund kam. Zwar bin ich jeder Brauart gegenüber sehr offen und trinke auch gerne abgefahrenes Zeugs. Doch mit Weizenbier konnte man mich bisher durch die Gassen peitschen. Einfach nicht mein Ding. Ich schmecke immer Banane heraus und Bananen kommen bei mir nur ins Müsli. Nun verändert sich der Mensch und seine Gewohnheiten aber alle paar Jahre ein wenig und da schau her: Wir nähern uns ein wenig an, das Weizenbier und ich. Denn zum Glück gibt es Witbier, die Brauart der Stunde. Und mit dem IJwit liefert die niederländische Brauerei Brouwerij ’t IJ direkt mal eins aus der Eredivisie der Biere.

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Meine erste Flasche IJwit war eine kleine Offenbarung. Habe ich mich bis dahin allem verschlossen, was nur in die Nähe von Weizenbier kam, wollte ich diese Flasche nie enden lassen. „Was ist denn das geiles? Wo gibt’s das?“ fragte ich Klaas, der mir eine Flasche als Geschenk mitbrachte, direkt nach dem ersten Schluck. „Entweder online oder direkt aus Amsterdam“, sagte er. Eine unbefriedigende Antwort. Geduld ist nicht gerade meine Stärke, wenn es um die Fortsetzung kulinarischer Glücksmomente geht. Wieso sind die besten Biere immer so schwer zu bekommen?

Witbier ist zur Zeit tierisch angesagt. Es ist die ungefilterte Version des bayerischen Klassikers Weizen und hat seinen Ursprung in Belgien, dem Land der unbegrenzten Biermöglichkeiten, wo übrigens auch das beste Bier der Welt herkommt. Kein Wunder also, dass jetzt selbst größere Brauereien wie Köstritzer oder Ratsherrn Witbier im Katalog führen. Zumal es ein ideales Sommerbier ist. Sofern es denn gut gebraut wurde! Mich haben bisher wenige Witbiere überzeugt, da bei vielen einfach die Würze fehlt und vor allem deutsche Brauereien sich dabei zu sehr nach dem eher abenteuerunlustigen deutschen Gaumen richten. Man kann Orangenschale und Koriander aufs Etikett schreiben wie man will – schmeckt es einfach nur nach einem verdünnten Weizen, dann ist es auch einfach nur ein verdünntes Weizen.

Beim IJwit hingegen wurde der Nagel auf den Kopf getroffen. Der Weizen, der Koriander und die Orangenschale spielen sich gegenseitig nicht aus, nichts ist dem anderen überlegen. Das sind dann Biere, wo man wirklich die vielbesagte Liebe zum Detail schmeckt, was sich hier auch bis zum Etikett abzeichnet. Um an dieses wunderbare Bier zu gelangen gibt es zwei Möglichkeiten: Ihr könnt es hier online bestellen oder Ihr besucht die Brouwerij ’t IJ direkt im Osten Amsterdam mit eigenem Taproom und Biergarten. 

Update 09.08.
Beyond Beer hat meine Gebete erhört und das IJwit jetzt in ihrem Laden in der Weidenallee ins Sortiment aufgenommen.

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Auch für Label-Trinker ein Genuss: Brouwerij ’t IJ IJwit

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